Blog-Artikel: Eisbrecher im Business

EISBRECHER im Business – Meistere die Kunst der menschlichen Verbindung

Erfahre wie ein authentischer Händedruck und ein offenes Lächeln Dein Business-Netzwerken revolutionieren können. Lass Dich inspirieren, wie Du echte, persönliche Verbindungen im Geschäftsleben herstellst.

In diesem Artikel entdecken wir die menschliche Seite des Business-Netzwerkens. Wir gehen über das Konventionelle hinaus und sprechen darüber, wie persönlicher Austausch und Herzlichkeit das Fundament für erfolgreiche geschäftliche Beziehungen bilden können.

Die Podcast-Folge zum Nachlesen.

Vom ersten Eindruck bis zur tiefen Beziehung – Dein Wegweiser für authentisches Netzwerken

Sei bereit, Deine Netzwerkfähigkeiten auf die nächste Stufe zu heben. Egal, ob Du ein Networking-Neuling oder ein erfahrener Profi bist – dieser Artikel ist für jeden, der seine geschäftlichen Beziehungen auf eine persönlichere und herzlichere Ebene bringen möchte.

In diesem Artikel lernst du:

  • Die Macht der Persönlichkeit im Geschäftsleben: Ich zeige auf, wie Authentizität und menschliche Nähe Dir helfen können, im Meer der Netzwerker hervorzustechen.
  • Eisbrecher-Strategien: Lerne, wie Du mit einfachen, aber effektiven Kommunikationstechniken eine offene und freundliche Atmosphäre schaffst.
  • Aufbau echter Verbindungen: Erfahre, wie Du über den ersten Eindruck hinausgehend, Vertrauen und langanhaltende geschäftliche Beziehungen entwickelst.

Schaffen wir eine freundliche Atmosphäre, die auf Sympathie und Empathie basiert

Unsere Business-Welt muss nicht immer kühl und distanziert sein. Ich persönlich liebe es ja, neue Menschen in der Geschäftswelt zu treffen und diesen persönlichen Austausch zu fördern. Die Betonung dabei liegt auf dem Wort „persönlich“. Also, menschlich, nahbar, herzlich, offen, empathisch und auch ein klein wenig privat.

Diese Fähigkeit habe ich irgendwie in mir, weil es immer schon so für mich funktioniert hat. Und das kannst du auch!

Dieser Beitrag ist für all diejenigen, die sich damit schwer tun oder gerade das Gefühl haben, bei fremden Meschen eben schwer eine Verbindung zu schaffen.

Heute geht es also darum, wie wir dieses „Business-Eis“ brechen und eine fremde Person herzlich und offen ansprechen können.

Lege das Fundament durch Selbstvertrauen und Offenheit

Selbstvertrauen und authentisches Auftreten sind der Grundstein für erfolgreiche Gespräche.

Ein Beispiel aus dem Leben:
Du bist alleine auf einer Konferenz und lernst Julia kennen. Julia ist geschätzt Anfang 40, du findest sie sieht interessant aus, gut gekleidet und wirkt erfolgreich. Tatsächlich hat sich Julia zu dir zum Stehtisch gestellt mit einer freundlichen Frage: „Ist hier noch Platz?“ Julia stellt sich bei dir mit ihrem Namen vor und gibt dir die Hand. Mit einem Lächeln auf ihrem Gesicht und einem festen Händedruck strahlt sie Selbstsicherheit aus. Du fühlst sofort eine Verbindung zu ihr, da sie eine herzliche und offene Atmosphäre geschaffen hat.

Was hat Julia gemacht? Im Grund nicht so viel, außer die Basics der Kommunikation, ich würde mal sagen: die Basis einer guten Kinderstube. Und das kannst du bestimmt auch. Vielleicht erfordert der erste Schritt ein wenig Mut, aber im Grunde kann dir nichts passieren, wenn du dich zu einem Tisch mit fremden Menschen dazu stellst.

Probier es einfach mal aus und du wirst sehen: keiner frisst dich, keiner köpft oder schimpft dich.

Der Grundstein ist also gelegt. Was nun?

Die Kunst des Kennenlernens

Hier sind meine Tipps, wie du ganz leicht ins Gespräch kommst und so zu einem neuen Kontakt easy cheesy eine Verbindung aufbaust.

  1. Ein freundlicher Händedruck und Blickkontakt

Ein fester Händedruck und ein aufrichtiger Blickkontakt können Wunder wirken. Mit einem festen, aber nicht übermäßig kräftigen Händedruck UND offenen, interessierten Augen schaffst du sofort Vertrauen und Wärme. Auch wenn du jetzt vielleicht denkst „Eh klar“ – ist es tatsächlich eben nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Zumindest erlebe ich es oft, dass es weder den herzlichen Händedruck gibt, noch den respektvollen Händedruck.

  1. Das wichtigste Wort deines Lebens: dein Name

Sage deinen Namen laut und deutlich. Tatsächlich ist unser Name das wohl am meistgehörteste Wort unseres Lebens. Es ist also deine Identifikation. Nutze ihn, damit du in Erinnerung bleibst. Ich z.B. sage meinen Vornamen (ist mir einfach lieber) und dabei betone ich das „C“. Also, ich sage: „Hallo, ich bin Catharina mit C – wie Charmant oder Chaotisch.“ Und dabei lache ich auch über mich selber. Ich könnte auch nur Catharina sagen. Aber das merkt man sich nicht so gut. Also, überlege gleich mal, welche Eselsbrücke du mit deinem eigenen Namen schaffen kannst.

  1. Gemeinsame Interessen finden

Anstatt mein Gegenüber plump nach den Hobbies zu fragen (geht natürlich auch), versuche ich die Interessen im Gespräch herauszufinden. Meistens erzähle ich etwas Persönliches von mir, z.B. was wir am Wochenende gemacht haben oder dass ich jetzt noch Fotos von der schönen Umgebung hier machen möchte. Und dabei frage ich ganz beiläufig, was sie oder er denn auch am Wochenende gemacht hat. Oder ob sie/er auch gern fotografiert. Springt dein Gegenüber auf das Thema auf und erzählt etwas – BINGO!

Gibt es eine gemeinsame Leidenschaft wird das Thema zu einem perfekten Eisbrecher, um das Gespräch auf persönlicher Ebene zu vertiefen. Und somit eine individuelle Verbindung zu schaffen.

Gibt dein Gegenüber ein Hobby preis, wo du nichts darüber weißt – dann frage nach und sage gleich mal sowas wie „Ah, interessant, da kenne ich mich gar nicht aus. Wie geht das…?“ Und lass sie oder ihn dann mal erzählen.

  1. Offene Fragen stellen

Bildlich gesprochen öffnen offene Fragen Türen zu tieferen Gesprächen. Es gibt diese Standard-Fragen, die schon mal ganz gut sind. z.B. „Was hat Sie/Dich dazu inspiriert, in der Branche tätig zu werden?“ oder auch „Was erwartest du von der Veranstaltung heute?“ Ich finde das schon ganz ok, aber sind schon ziemliche Standard-Sätze. Ich bleibe tatsächlich etwas persönlicher. Oft reichen schon einfache Fragen aus wie „Bist du schon mal hier gewesen und wenn ja, was kannst du denn empfehlen?“ oder „Was genau machst du/deine Firma in dem Bereich XY?“ Offene Fragen fordern zu ausführlichen Antworten auf und zeigt dein Interesse an den einzelnen Geschichten.

Meine wirkliche Empfehlung ist allerdings das Anknüpfen an Punkt 3, nämlich die Interessen abchecken. Und damit ergeben sich die offenen Fragen schon von ganz alleine.

  1. Das Kompliment als Eisbrecher

Manche sagen auch „schleimen“ dazu. Für mich gibt es da einen leichten Unterschied. Schleimen ist das Kompliment im übertriebenen Sinne, meist ohne Grundlagen. Ein wohlplatziertes – und wichtig: ehrlich gemeintes – Kompliment allerdings kann eine herzliche Atmosphäre schaffen. So kann ein anerkennendes Lob für eine Vortrag ein Eisbrecher sein. z.B. „Deine/Ihre Präsentation hat mich begeistert. Danke für die vielen guten Tipps.“ Oder so ähnlich, auf deine Art und Weise und an den Inhalt angepasst. Ich persönlich gehe zumeist einen Schritt weiter und gebe gern auch ein Kompliment auf persönlicher Ebene. Das kann sein „Das Kleid steht dir gut.“ oder „Heute so chic herausgeputzt.“ Freundlich – aber nicht flirty!

So ein ehrliches Kompliment stärkt nicht nur das Selbstvertrauen, sondern ebnet auch den Weg für ein angenehmes Gespräch.

  1. Körpersprache und positive Energie

Deine Körpersprache sendet mächtige Signale aus. Allein dazu gibt es unzählige Bücher und Kurse, um die Kommunikationsfähigkeit darin zu stärken. Es ist gut und wichtig, dass wir uns unserer eigenen Signale bewusst sind. Positiver Einsatz ist OK, manipulativer Einsatz ist für mich ein Tabu!

Kleinigkeiten, die ich schon erwähnt habe und immer gern wiederhole, helfen als Eisbrecher immer: Blickkontakt, Lächeln, offene Körperhaltung, Kopf nicken als Zeichen des aktiven Hin-Hörens, auf Stimme und Sprechtempo achten, nicht zu nahe an die andere Person heran gehen – also den „Raumrespekt“ wahren, keine wilden Gesten, nicht dauernd wo anders hinschauen, nicht den Rücken zudrehen – also alles, was du auch als unhhöflich oder seltsam emfinden würdest.

Als Leitfaden stelle dir gern die Frage: „Bei welchem Verhalten meines Gegenübers würde ich mich wohlfühlen oder unwohl fühlen?“

Herzliche Verbindungen schaffen durch Empathie und Offenheit

Die Brücke zu gegenseitigem Verständnis ist Empathie.

Ich hab schon oft gehört: Empathie hat man oder hat man nicht. Ich denke, das ist zu einfach daher gesagt. Tatsächlich können wir alle Empathie lernen, weil wir alle menschliche, fühlende Wesen sind. Meiner Meinung nach ist Empathie der Schlüssel in Networking-Situationen.

  1. Aktives Hin-hören

Ich sage immer „Hin-hören“ anstelle von „Zu-Hören“. Du kennst das bestimmt: den Unterschied, wenn dir jemand aktiv Aufmerksamkeit schenkt oder nebenher am Smartphone tippt, oder durch die Gegend schaut oder nebenbei das Programm, die Menükarte – you name it – durchliest.

Fühlt sich das gut an? Wohl kaum. Besser: Während dein Gegenüber spricht, zustimmend nicken, Verständnisfragen stellen und deine Emotionen widerspiegeln. Indem du dein aktives Hin-hören demonstrierst, fühlt sie dein Kontakt verstanden und geschätzt, was eine tiefe Verbindung zwischen euch beiden schafft.

  1. Geschichten teilen

Geschichten reichen überallhin. Denke an Erlebnisse, die dich ausmachen, welche dich beschreiben, über die du und andere lachen könnt. Wenn wir uns in einem Gespräch wiederfinden, könnten wir eine Anekdote teilen, wie wir eine ähnliche geschäftliche Herausforderung gemeistert haben.

Dazu übe schon mal jetzt: denke an zwei Situationen, die so ganz typisch oder auch ganz untypisch für dich waren. Gut ist dabei der Business-Kontext, muss aber nicht sein. Das hängt dann auch davon ab, wie sehr du dich persönlich offenbaren möchtest.

Durch das Teilen unserer Erfahrungen zeigen wir – wie gesagt – Empathie und ermutigen unser Gegenüber, ihre bzw. seine Gedanken und Gefühle offen mit uns zu teilen.

  1. Authentisch und verwundbar

Auch wenn wir uns immer perfekt und professionell zeigen wollen – zu glatt ist nicht immer gut. Je authentischer wir sind, desto leichter schaffen wir eine Verbindung. Je nahbarer desto sympathischer. Und ja, auch Verwundbarkeit schafft Nähe. So nach dem Motto: I feel you. Ich hatte das Problem xy und kenne deine Situation.

Es kann um Nervosität bei Präsentationen gehen, negatives Kunden-Feedback oder auch um persönlichere Herausforderungen im Business.

Natürlich sollte das Gespräch schon etwas fortgeschrittener sein. Also nicht in den ersten fünf Minuten deine Probleme oder negativen Erfahrungen auf den Tisch legen. Hier braucht es Feingefühl und den passenden Moment. Kann also sein, dass sich das gar nicht beim ersten Gespräch ergibt.

Anmerkung am Rande: Themen wie Beziehungsprobleme, Familienstreitereien oder Krankheiten sind hier definitiv fehl am Platz.

  1. Gemeinsame Herausforderungen erkunden

Ist euer Gespräch schon mal so weit, dass ihr über Herausforderungen sprechen könnt, dann bitte jetzt nicht den Oberlehrer herauskehren. Anstelle sofort irgendwelche gutgemeinten Ratschläge zu geben, biete deine Hilfe an bei der Suche nach Lösungsansätzen. Indem ihr gemeinsam über ein Problem nachdenkt und eure Ideen austauscht, fühlt sich dein Gegenüber unterstütz und verstanden. Somit hast du eine schöne zwischenmenschliche Beziehung aufgebaut und schaffst zugleich den Raum für weitere Gespräche.

Das systematische Nachfassen

Jetzt geht es darum, den „Funken“ überspringen zu lassen. Was können nun weitere Schritte sein für eine tiefere Verbindung?

Der Übergang von Small Talk zu bedeutungsvolleren Gesprächen ist entscheidend. Wobei ich selber das Wort „Small Talk“ nicht mag, weil wie vorher beschrieben, ist das für mich alles nur kein klassischer Small Talk.

Nach einem anregenden Gespräch mit deine:r Gesprächspartner:in, tauscht ihr eure Kontaktaten aus. Aber du gehst schon einen Schritt weiter: lade deinen neuen Kontakt zu einem vertiefenden Gespräch ein. Dein authentisches Interesse am Fortsetzen der Verbindung schafft so eine Brücke für zukünftige Gespräche.

Die Kunst des Eisbrechens und des Aufbaus herzlicher Verbindungen ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Business-Netzwerk. Indem du dich auf freundliche Art und Weise öffnest, Empathie zeigst und authentisch bist, kannst du eine Atmosphäre schaffen, in der sich andere verstanden und geschätzt fühlen.

MEHR DAZU?

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du diese Fähigkeiten entwickeln kannst, lade ich dich herzlich ein, dich für meine 1:1 Beratung zu bewerben für eine direkte, individuelle Netzwerk-Beratung. Gemeinsam schauen wir uns an, wo stehst du gerade, wie bekommst du für dein Business wertvolle Kontakte – eben dann für Kooperationen, Weiterempfehlungen oder neue Kunden. 

Informiere dich gleich direkt unter www.catharina-rieder.com/programm.

Gerne biete ich dir ein gratis Kennenlerngespräch an, wo wir uns dann deine aktuellen Herausforderungen ansehen können. Ich freu mich auf dich  🙂

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